Via Sicura benötigt mehr Geld

Nicht sehr erfreulich fällt aus Sicht des VCS Verkehrs-Club der Schweiz das Verkehrssicherheitsprogramm Via sicura aus. Die schwachen Verkehrsteilnehmenden wie Velofahrende sowie Fussgängerinnen und Fussgänger sind kaum ein Thema.
Zu wenig für schwache Verkehrsteilnehmende
Gerade schwache Verkehrsteilnehmende waren aber laut dem Bundesamt für Statistik in den letzten Jahren oft Verkehrsopfer ohne Selbstverschulden. Eine Velohelm-Pflicht bis 14 Jahre ist zwar Bestandteil von Via Sicura. Aber weitergehende wirksame Massnahmen zum Schutz der Velofahrenden oder des Fussverkehrs vor dem motorisierten Verkehr sind kaum ein Thema.
Dabei würden gerade bauliche Massnahmen wie durchgehende Radwegverbindungen, die Entschärfung von Unfallschwerpunkten, abgetrennte Linksabbiegerspuren für Velofahrende, Verkehrsinseln oder Kreisel viel dazu beitragen, die Sicherheit der Velofahrenden und des Fussverkehrs zu verbessern. Solche Massnahmen kosten indes Geld. Die Erschliessung zusätzlicher Einnahmequellen ist für den Bundesrat aber kein Thema.
Der VCS befürchtet deshalb, dass bauliche Massnahmen Stückwerk bleiben werden, wenn nicht zusätzliche Geldquellen erschlossen werden. Dieses Problem könnte jedoch mit einer Teilzweckbindung der Verkehrsbussen oder einer Erhöhung des Zuschlags für die Motorfahrzeugsteuer gelöst werden.
Häufigere Polizeikontrollen
Nach Ansicht des VCS steht das Parlament nun in der Pflicht, die ungenügende Vorlage des Bundesrats nachzubessern. Neben der Erschliessung neuer Einnahmequellen und wirksamen baulichen Massnahmen sind auch intensivere Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei und Tempo 30 in allen Wohnquartieren gefragt.


